William Balfour Baikie

Der schottisch-britische Afrikaforscher und Kolonialbeamte William Balfour Baikie wurde am 21. August 1824 in Kirkwall (Mainland, Orkney) geboren. Er starb am 30. November 1864 in Sierra Leone.

William Balfour Baikie Jugend und Ausbildung

William Balfour Baikie wurde als ältester Sohn des Kapitän John Baikie, R.N., geboren.

Bevor William Balfour Baikie im Jahre 1848 zur britischen Marine kam studierte er in Edinburgh Medizin.

Bei der Marine und erste Reise nach Afrika

Er wurde als Marinearzt der Expedition des Dampfschiffes Pleiad zugeteilt, das unter Konsul Beecroft den Binue hinaufgehen sollte, um den deutschen Afrikaforscher Heinrich Barth (1821-1865, deutscher Afrikaforscher und Wissenschaftler)zu unterstützen, der die Gegenden des Niger bereits im Jahre 1851 erreicht hatte.

William Balfour Baikie leitete 1854 und 1859 zwei wichtige Forschungsreisen zum Niger. Auf der zweiten Reise gründete er dabei in Lokoja, am Zusammenfluss von Niger und Benue, eine Handelsvertretung.

William Balfour Baikie hatte in Edinburgh Medizin studiert. Das medizinische Wissen kam dem Schotten bei seinen Afrikaexpeditionen auch zu Gute. So bewies Baikie durch Selbstversuche die Wirksamkeit von Chinin gegen Malaria.

Baikie lernte nicht nur die Sprache der Einheimischen, dabei sammelte er das Vokabular von annähernd 50 afrikanischen Dialekten. Er übersetzte auch Teile der Bibel (Genesis) ins Haussa und erstellte eine Grammatik der Fulfulde-Sprache. Insgesamt passte sich der Afrikaforscher auch in seiner Kleidung und Lebensweise den Einheimischen an. So lebte er auch mit einer Afrikanerin und ihren gemeinsamen Kindern zusammen.

Baikie gelang es einen geordneten Handelsverkehr einzurichten und das Einflussgebiet von Großbritannien in dieser Region zu vergrößern. Dabei trat er auch für die Abschaffung des Sklavenhandels ein.

Im Alter von 40 Jahren stirbt William Balfour Baikie schließlich in Sierra Leone an der Ruhr. Offenbar ar er auf der Rückreise nach Großbritannien.


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