William Baffin

Englischer Seefahrer, Entdecker und Forscher, geboren im Jahre 1584 (es fehlen allerdings jegliche Dokumente, die das Geburtsjahr bezeugen könnten), gestorben am 23. Januar 1622 bei Hormus im Persischen Golf.

Über das frühe Leben von William Baffin ist nahezu nichts bekannt. Man nimmt an, dass er in London geboren wurde, als Geburtsjahr wird wenn dann 1584 angegeben. Es gibt auch kein bekanntes Porträt des englischen Seefahrers.

William Baffin als Seefahrer und Entdecker

Zwischen 1612 und 1622 nahm William Baffin an mehreren Expeditionen auf der Suche nach der Nordwestpassage teil. Auf einer dieser Reisen wurde dabei die (nach ihm benannte) Bucht zwischen Grönland und Kanada entdeckt.

William Baffin gelang es als Erstem, durch Beobachten des Mondes die geografische Länge auf See zu bestimmen. Dazu nutzte der englische Forscher die Monddistanzen. Allerdings gab es damals noch erhebliche Rechenfehler, diese betrug mehr als zwei Meridiane (Längengrade).

William Baffin und die Suche nach der Nordwestpassage

Als Steuermann nahm William Baffin von 1612 bis 1622 unter John Hall an einer Expedition teil, die die Nordwestpassage finden sollte. Als bei dieser Expedition John Hall in Kämpfen mit Inuit auf Grönland getötet wurde, übernahm wohl Baffin die Leitung.

Nur wenige Jahre nach dieser ersten Expedition begleitete Baffin dann Robert Byolt auf einer weiteren Entdeckungsfahrt, diesmal an Bord der Discovery. Es gelang der Expedition auf der Suche nach der Nordwestpassage die Hudsonstraße gründlich zu erforschen. 1616 durchfuhr die Discovery dann die Davidstraße und gelangte in die heute nach Baffin benannte Baffin Bay. Weitere Entdeckungen auf dieser Reise waren der Jonessund und der Lancastersund.

Auf dieser Reise erreichte die Discovery den 78. Breitengrad und man fuhr an den zahlreichen Inseln nördlich der Baffininsel entlang. Es gelang die Davidsstraße und die Baffinbai zu kartografieren. Auch wurden die drei bedeutendsten Seewege nördlich des kanadischen Festlandes erkundet: Smith-Sund, Landcaster-Sund und Jones-Sund. In den 1630er Jahren gab man die Suche nach der Nordwestpassage auf. Sowohl William Baffin als auch Thomas James vertraten die Ansicht, dass es weder von der Hudson Bay noch von der Baffin Bay aus einen Zugang zu dieser Passage gebe. Statt dessen verlagerte man sich in dieser Gegend auf den Pelzhandel.

Die Suche nach einer Passage im Nordwesten nach Asien trieb dann auch James Cooks auf die letzte Pazifikreise (1776-1779). Die erste komplette seemännische Durchfahrt der Nordwestpassage gelang dann erst Roald Amundsen (1903-1906).

William Baffin zieht es nach Indien

Nach diesen Reisen trat William Baffin in die Dienste der Ostindischen Kompanie und es verschlug in 1617 gen Indien. Dort vermaß der Forscher und Entdecker die südlichen Küsten des Roten Meeres und des Persischen Golfes.

Im 1622 starb William Baffin auf der Insel Qeshm vor Hormus als er bei einem Gefecht von einer Kugel getroffen wurde.

Nach William Baffin benannt

Nach dem Englände wurde die Baffin Bay und die Baffin Insel benannt. Es gibt außedem eine William Baffin Rose. Die Baffin Insel erhielt ihren Namen erst im 19. Jahrhundert durch Sir William Edward Parry. Nach Grönland, Neu-Guinea, Borneo und Madagaskar ist die Baffininsel die fünftgrößte Insel der Welt. Siehe auch 10 größte Inseln der Welt.


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