Thomas Baines

Der englische Künstler und Forschungsreisende John Thomas Baines wurde am 27. November 1820 in King's Lynn, England geboren. Am Ende seines Lebens ließ sich Thomas Baines am Kap der Guten Hoffnung nieder, er starb schließlich am 8. Mai 1875 in Durban (Südafrika).

John Thomas Baines bereiste hauptsächlich die britischen Kolonien, das südliche Afrika und Australien.

Thomas Baines lernte in jungen Jahren das Malerhandwerk. Er ließ sich von George French Angas und William Cornwallis Harris inspirieren und verließ mit 22 Jahren schließlich England in Richtung Südafrika. In Kapstadt arbeitete der Künstler als Landschafts- und Porträtmaler. In dieser Zeit unternahm Baines bereits die ersten Expeditionen in das Gebiet des heutigen Namibia und Botsuana.

1852 kehrte Thomas Baines zurück in die Heimat. Er stellte seine Werke aus und gab Vorlesungen.

Lange hielt es Baines aber nicht in England.

Thomas Baines in Australien

Im Jahre 1855 schloss er sich Augustus Gegory an, bis 1857 begleitete er diesen auf einer Expedition durch Nordaustralien als Maler und Materialverwalter. Ziel dieser Expedition war die Erkundung des Vicotira River im Northern Territory. Als Dank und Ehrung für sein Mitwirken während dieser Expedition wurden nach Baines ein Berg, der Mount Baines, und ein Fluss, der Baines River, benannt.

Von Australien kehrt Thomas Baines wieder nach England zurück. Hier wird er schließlich Mitglied der Royal Geographical Society.

Wieder in Afrika

1858 begleitete Baines David Livingstone auf seiner Expedition entlang des Sambesi und war damit einer der ersten Europäer, die die Victoriafälle sahen. Zu Ende machen konnte Baines diese Livingstone-Expedition allerdings nicht. Er wurde ungerechtfertigt des Diebstahls bezichtigt und musste nach Kapstadt zurückkehren.

Es folgte eine Expedition zusammen mit James Chapman durch das Gebiet des heutigen Botsuana und Namibia (1861-1862). 1864 ging es wieder in den Südwesten Afrikas und schließlich führte er auch noch eine Expedition auf der Suche nach Gold ins Mashonaland.

Seine letzten Jahre verbrachte Thomas Baines dann in Afrika. 1875 stirbt er im Alter von 55 Jahren in Durban an Dysenterie.

Thomas Baines als Künstler

Bilder des Künstlers hängen heute in der National Library of Australia, dem National Archives of Zimbabwe, dem National Maritime Museum in Greenwich und der Brenthurst Library in Johannesburg. Seine detailreichen Bilder und Skizzen geben heute einen einzigartigen Blick auf das koloniale Leben in Südafrika und Australien im 19. Jahrhundert. Seine Bilder gelten daher als wichtige Dokumente und Zeugnisse dafür, wie Südafrika um die Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat. Thomas Baines malte auch die Viktoriafälle. Allerdings entsand das Bild nicht auf der Livingstone-Expedition sondern erst bei einer späteren Reise mit James Cahpman an den Sambesi.

1861 malte Thomas Baines auf seiner Reise eine Gruppe von Baobabs (Afrikanischer Affenbrotbaum). Die Bäume existieren heute noch und heißen Baines Baobabs. Zu seinen Ehren gibt es in der südafrikanischen Provinz Ostkap auch ein nach ihm benanntes Naturschutzgebiet, das Thomas Baines Naturreservat.


Entdecker de Welt Lexikon | Entdeckungsgeschichte | Impressum | 2017